Projekte

Konzeption:

  1. Betreuung von Familien mit zusätzlichem Hilfebedarf: Kinder mit Behinderungen und akuten Erkrankungen, verstorbene Eltern und Bezugspersonen, Kinder und jugendliche Opfer von Gewaltverbrechen, akuter Hilfebedarf nach Naturkatastrophen, jährlicher Dürrephasen u.ä.
  2. Wasser- und Nahrungsmittelversorgung
  3. Ermöglichung und Finanzierung der schulischen Ausbildung aller Hilfe für Nyeri Kinder

Das Personal vor Ort

Hilfe für Nyeri beschäftigt ausschließlich Frauen aus Nyeri und unterstützt so Frauen vor Ort.

Der Verein setzt bewußt auf Frauen aufgrund der vorherrschenden Benachteiligung von Frauen im traditionellen Kenia.

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Nyeri Slum

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Nyeri Slum

Seit 2016 unterstützen wir Nachhaltigkeitsprojekte.

Wir haben den Bau eines Hühnerstalls ermöglicht und Hühner gekauft. Damit konnten wir einer Familie helfen, durch den Verkauf von Eiern etwas Geld zu verdienen.

Wir haben Startkapital und Beratung gegeben damit eine Familie Second-Hand Kleidung kaufen und auf dem Markt zu einem höheren Preis verkaufen kann.

Wir haben Startkapitel für eine Suppenküche gegeben. Hier gelingt es nun einer Familie entsprechendes Einkommen mit dem Verkauf von kenianischen Spezialitäten erzielen zu können.

Wir haben den Kindergarten Hope and Home in unsere zu unterstützenden Projekte aufgenommen. Die Einrichtung liegt in Nanyuki, nahe Nyeri. Der Kindergarten hat 25 Kinder. 7 von ihnen sind obdachlos, deshalb schlafen und wohnen sie in der kleinen Unterkunft.

Einige Familien die wir unterstützen und ihre Ausgangssituationen:

Esther Nanyiro
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Esther Nanyiro wurde blind geboren. Sie hat 4 Kinder: Paul Nang’ore, geb. 2002, Samuel Ning’iru, geb. 2003, Agnes Lokote, geb. 2004 und John Chegem, geb. 2011.
Esther kommt ursprünglich aus Turkana. Sie lebte zuletzt im Ortsteil Chaka in Nyeri.
Dort erhielten sie eine Unterschlupf von einem hilfsbereiten Bekannten. Sie suchte nach einem Weg, ihre Kinder ausreichend zu ernähren. Dadurch wurden sie auf den Verein aufmerksam. Sie sind Teil des Ernährungs- und Bekleidungsprogrammes von Hilfe für Nyeri e.V.

Editta Mugure
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Editta Mugure, Jahrgang 1972, ist alleinerziehende Mutter von 4 Kindern: Teresa Wandia geb. 1999, Mercy Gathoni geb 2000 und in der 7. Klasse, Roselyn Wangechi, geb 2003 und in der dritten Klasse und Ruth Njoki, geb 2006 und in der Vorschule.
Editta arbeitet als Haushaltshilfe und verdient dabei zu wenig, um für sich und ihre Kinder zu ausreichend zu kümmern, deshalb wird sie von Hilfe für Nyeri e.V. unterstützt.

Die Zwillinge, Samuel und Frederik
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Die Zwillinge, Samuel und Frederik, wurden nach dem Tod ihrer Mutter ins Karatina Kinderheim überwiesen. Die Zwillinge haben nur noch ihre Grossmutter. Diese kann altersbedingt nicht mehr ausreichend für die Kleinen sorgen. Samuel und Frederik sind 2008 geboren, und bedürfen besonderer Sorge und Ernährung – sind beide doch sehr anfällig für Infektionskrankheiten.

Josephine
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Josephine ist die Mutter von fünf Kindern. Die älteste Tochter (nicht auf dem Foto) ist 15 Jahre jung und verliess das völlig verarmte Familienhaus. Derzeit ist sie in Nyeri anzutreffen, und nutzt jede Möglichkeit, um damit ein Überleben zu gewährleisten. Single – Mutter Josephine ist HIV positive und häufig krank. Ein Großteil ihres kleinen Haushalt – Budgets wird für Medikamente genutzt. Eine ihrer Töchter, Jane, hat das Down-Syndrom. Die Familie erhält Unterstützung von deutschen Spendern, welche für den Kauf von Lebensmitteln, Medikamenten und für Schulgebühren genutzt wird.

Ristus
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Ristus wurde 2005 ohne Darmkanal und Darmausgang geboren und mußte sich deshalb schon vier Operationen unterziehen. Es wurden in Nairobi in mehreren Operationen künstliche Darmausgänge gelegt. Dieses führte immer wieder zu neuen Komplikationen.
Er lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter und seiner Schwester zusammen. Da seine Mutter schon in der Vergangenheit ihr gesamtes Hab und Gut für Arztrechnungen einsetzte, suchte sie danach die Hilfe der Öffentlichkeit und kam so über Dirk zu Hilfe für Nyeri. Ganz entscheidend wird für Ristus sein, dass er auch in Zukunft auf unsere Unterstützung hoffen kann.

Zainab
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Zainab war schon im Endstadium und vertrug die Medikamente nicht.
Leider erfuhr man erst viel zu spät von ihr, so war die Hilfe nur lebensverlängernd. Ignoranz, Stigmatisierung und Diskriminierung in den Nyeri-Slums sind dafür verantwortlich, dass Zainab noch vor ihrem 5. Lebensjahr verstarb.

Ben
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Der 1997 geb. Junge lebt bei seiner Tante, nachdem seine Mutter vor einigen Jahren an Aids starb. Bens Mutter weigerte sich sehr lange, ihre antiretrovitalen Medikamente einzunehmen. Und vermied es, das preiswertere Krankenhaus in der Nachbarschaft aufzusuchen, um nicht von Mitmenschen erkannt zu werden. Auch hierfür war die Stigmatisierung von Aids der Grund. Verstorben ist sie im teuersten Krankenhaus Nyeris. Nun kämpfen die Hinterbliebenen darum, die angefallenen Krankenhausgebühren bezahlen zu können. Ben hat einen angeborenen Herzfehler und ist HIV-positiv. Durch Spenden aus Deutschland (ebenfalls aus Zeiten vor der Vereinsgründung) konnte Ben regelmäßig die erforderlichen Röntgenaufnahmen seines Herzens machen lassen.

Vier ebenfalls in der Anfangszeit von HfN e.V aufgenommenen Familien

Ann Wachuka 8 Jahre, Ami Murugi 4 Jahre and Sharon Wanja 9 Jahre
Nach dem Tod ihrer Eltern leben sie nun bei ihrer Großmutter, die als Gelegenheitsarbeiterin etwa 1 Euro/Tag für sich und die Kinder verdient. Die Großmutter kann die Kinder so nicht ausreichend ernähren. Zudem können die Kinder ohne die Unterstützung von Hilfe für Nyeri e.V. nicht zur Schule gehen.

Kevin 8 Jahre und seine Mutter Mary Ann
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Kevin ging lange nicht zur Schule. Seine Mutter leidet an einer Körperbehinderung, so dass ein großer Teil des Haushaltes von Kevin erledigt werden musste. Er wird inzwischen durch eine Patenschaft in mehreren Lebensbereichen gefördert. Auch am Schulunterricht nimmt er wieder kontinuierlich teil.

Julia 17 Jahre mit ihrem Kind (2) den Geschwistern (5 und 12) und Julias Mutter Nancy
Diese Familie lebt in besonders großer Armut. Julia wurde vor einigen Jahren Opfer eines Verbrechens und konnte in Folge dessen lange nicht zur Schule gehen. Nancy ist HIV positiv und war lange im Krankenhaus. Seit sie von dort zurückkam, geht Julia wieder zur Schule. Sie teilt sich mit Nancy die Betreuung der Kinder.

Kangori Familie
Die Kangori Familie besteht aus einem Vater sehr fortgeschrittenen Alters und einer mental angeschlagenen jungen Mutter und 7 Kindern. Alle Familienmitglieder sind ernsthaft infiziert mit Jiggers, einer Pilzart. Als Folge konnten einige der Kinder sich nicht mehr ausreichend aktiv bewegen. ‘Hilfe für Nyeri’ unterstützte durch Medikamente und Nahrungsmittel. So rappelte sich die komplette Familie gesundheitlich wieder auf. Zusätzlich konnte durch deutsche Spendengelder eine Trinkwasserleitung reaktiviert werden, welche gerade den Kindern wieder regelmässiges, sauberes Trinkwasser ermöglicht.

Zuerst aufgenommene Kinder: Die 4 Karatina Kids
Eigentlich ein Herzstück von Dirks Projekt für Straßenkinder in Nyeri-Karatina. Für HfN e.V. sind die Karatina Kids ein „Projekt” mit Vorbildfunktion für gelungene Entwicklung. „Hilfe-zur-Selbsthilfe” und was alles damit möglich wird.

Karatina Kids
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Das erste Zusammentreffen mit den Karatina Kids ereignete sich schon vor über 5 Jahren bei einer Hospitation Dirk Stein’s in einem Kinderheim in Karatina (Grossraum Nyeri County).
Hierbei fand er schockierende Zustände vor. In den dunklen, stickigen Räumen befanden sich sehr verwahrloste Kinder in eingenäßtem Zustand. Sie lagen auf nassen, verdreckten Matratzen. Es war zu diesem Zeitpunkt kein engagiertes Betreuungspersonal anwesend.

Die Karatina Kids im einzelnen:

Mercy
Sie wurde im Alter von 5 Monaten auf der Straße verlassen aufgefunden. Daraufhin wurde sie in das Childrens Home gebracht. Die Polizei sucht bis heute nach ihrer Mutter.

Josphat
Mit 6 Monaten kam er ins Childrens Home. Seine Mutter hatte ihn verlassen. Daraufhin kam der Junge für kurze Zeit ins Krankenhaus. Die Polizei fand seine Mutter und brachte diese vor Gericht. Sie wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Danach wurde sie nie wieder gesehen.

Esther
Sie kam im April 2005 ins Childrens Home. Ihre Mutter leidet an einer geistigen Krankheit, so konnte Esther nicht bei ihrer Mutter bleiben.

Für diese 3 Kinder wurde schon Mitte 2005 eine Tagesmutter (Mercy) engagiert. Diese kümmert sich 5 mal pro Woche um die Kids. Um ihnen so etwas Geborgenheit und auch Erziehung zu schenken. Ebenso unterstützt Mercy auch das leibliche Wohl der Kinder. Im Jahre 2007 kam John dazu.

John
Er wurde von seiner Mutter verlassen und von Nachbarn ins Kinderheim gebracht. Bei seiner Aufnahme wirkte er stark verwahrlost und war motorisch sehr eingeschränkt.

Mittlerweile besuchen alle vier Karatina Kids eine gute Schule, in der sie auf englisch unterrichtet werden. Wie viele Kenianer sprechen sie neben Kikuyu und Suaheli nun auch Englisch, was anfangs teilweise sehr anspruchsvoll war. Nach sprachlichem Rückstand zu Beginn gehören alle vier heute zu den besten ihres Jahrgangs.

Zur Betreuung der vier Kinder wurde Mercy eingestellt, welche vier eigene Kinder hat. Mercy kommt 5x die Woche ins Kinderheim und kümmert sich bei Mahlzeiten, Hygiene, Lernen und Schulweg um die Kids.

Mary Wairimu
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Dies ist Mary Wairimu und ihre Enkelkinder Davis, Kimondo und Agosi. Ausserdem hat die Grossmutter weitere fünf Enkelkinder, die nicht auf dem Foto sind und derzeit als Strassenkinder in Nyeri Stadt unterwegs sind. Abends kommen die Kinder zurück zur Oma und schlafen bei ihr. Die Eltern der 8 Kinder starben an den Folgen von AIDS. Die Grossmutter und drei ihre Enkelkinder (Foto) bekommen durch deutsche Spendengelder die Schulgebühren und Nahrungsmittel bezahlt. Übrigens, Davis ist der beste Schüler seiner Klasse.

Catherine
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Catherine ist die Grossmutter von 2 Jungen, Samuel (geb 2006) und Lawrence (2008). Die Mutter der Kinder ist mental krank und nicht in der Lage sich um ihre Kinder zu kümmern. Die Grossmutter und ihre zwei Enkelkinder leben in einem Slum in Nyeri, in Ngangarithi. Wegen eines gebrochenem Beines war Samuel während der letzten Wochen im Krankenhaus. Die Familie benötigt Unterstützung beim Kauf von Nahrungsmitteln, Medikamenten und bei der Finanzierung von Schulgebühren.

22 Kinder erhielten eine neue Schulausrüstung
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22 Kinder erhielten neue Schuluniformen, Schuhe und Schultaschen. Die Kinder waren wahnsinnig aufgeregt und feierten die Übergabe der Schulsachen wie verrückt. Aufgeregt waren die Kinder auch, wohl wissend, dass sie bald gut gekleidet in die Schule gehen werden.

Daneben unterstützen wir die Menschen in Nyeri in den Trockenzeiten im Jahr. Bis hin zu Dürreperioden, in denen Flüsse austrocknen und ganze Tierherden und Felder ertraglos verenden können. Hier liefern wir Trinkwasser, Essenspakete und helfen an kalten Tagen mit Decken und Kleidung. Finanzierungen für schulische Bildung, Patenschaften und Events sind weitere Bereiche von Hilfe für Nyeri e.V.